Naturkalk- oder Lehm?
von Admin

Nachhaltiges Bauen und gesundes Wohnen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Bauherren, Architekten und Verarbeiter suchen gezielt nach natürlichen, langlebigen und diffusionsoffenen Baustoffen, die sowohl das Raumklima verbessern als auch den Anforderungen moderner Bauphysik gerecht werden.
Im Fokus stehen dabei vor allem Naturkalkputz und Lehmputz – zwei traditionsreiche Materialien, die sich seit Jahrhunderten im Bauwesen bewährt haben. Beide gehören zu den mineralischen Putzen, sind frei von schädlichen Zusatzstoffen und leisten einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Wohnumfeld.
Lehmputz – ressourcenschonend und preiswert

Genau wie Naturkalk ist Lehm einer der ältesten bekannten Baustoffe und erfährt im Zuge des steigenden Bewusstseins für wohngesundes Bauen eine Renaissance.
Durch seine hohe Verfügbarkeit und den geringen Produktionsaufwand eignet sich Lehmputz hervorragend als nachhaltiger und preiswerter Baustoff.
Anders als Naturkalk speichert Lehmfeuchte und gibt diese langsam an die Raumluft zurück. Dies sorgt für eine Kühlung der Raumluft.
Durch seine rein mechanische Haftung ist Lehm außerdem leichter zu verarbeiten und, in seiner Reinform ohne Gewebe, Zuschlägen oder Farbanstrichen, reversibel.
Vorteile von Lehmputz im Überblick
- hervorragende Feuchtigkeitsspeicherung
- sehr hohe Diffusionsoffenheit
- natürlicher und recyclingfähiger Baustoff
- trägt zu einem gesunden Raumklima bei
- gute Wärmespeicherung
Durch eine fehlende Alkalität, Schimmelresistenz und geringe mechanische Belastbarkeit eignet sich Lehmputz besonders gut für den ökologischen Innenausbau in Räumen wie Wohnzimmer, Esszimmer oder Arbeitszimmer.
Naturkalkputz – mineralische Stärke und natürliche Hygiene

Ein ebenso alter und bewährter Baustoff ist Naturkalk. In seiner Reinform ohne Zement oder synthetische Zuschläge zeichnet er sich durch eine schnelle Pufferung von Feuchtigkeit, hohe Diffussionsoffenheit und Belastbarkeit aus.
Ein wesentlicher Vorteil von Naturkalkputz ist seine natürliche Alkalität. Diese sorgt dafür, dass er antibakteriell wirkt und Schimmelwachstum aktiv hemmt – ganz ohne chemische Zusätze. Damit ist Naturkalk besonders interessant für hygienisch sensible Bereiche.
Zudem ist Naturkalkputz äußerst robust, langlebig und vielseitig einsetzbar – sowohl im Innen- als auch im Außenbereich.
Vorteile von Naturkalkputz im Überblick
- hervorragende Feuchtigkeitsregulierung
- sehr hohe Diffusionsoffenheit
- natürlicher Schimmelschutz
- antibakterielle Wirkung
- hohe Langlebigkeit
- geeignet für Innen- und Außenanwendungen
- feuchtigkeitsbeständig
- diffusionsoffen und feuchteregulierend
- abriebfest und sehr widerstandsfähig
Zusammenfassend lässt sich also sagen Naturkalk und Lehmputz sind beides Baumaterialien mit hervorragenden Eigenschaften und positiver Wirkung auf das Raumklima. Bei der Entscheidung zwischen Lehm- und Naturkalkputz gilt es daher vor allem die Anforderungen und Nutzung der individuellen Räume zu betrachten.
Wer die Vorteile beider Welten optimal nutzen möchte – die Abriebfestigkeit und Alkalität von Naturkalk sowie die Feuchtespeicherung und Natürlichkeit von Lehm – entscheidet sich für Naturkalk-Lehmputze als zukunftssichere Lösung für nachhaltiges und wohngesundes Bauen.